Katawa Shoujo Released!

Nach nunmehr fünf Jahren Entwicklung ist das “Gemeinschaftsprojekt” aller relevanten popkultur Boards (/a/, /v/, /jp/ uvm.) endlich vollendet.

Den Visual Novel bekommt ihr auf katawa-shoujo.com, da der Ansturm allerdings immens ist im Moment könnt ihr auch den Blog besuchen.

17 Gedanken zu „Katawa Shoujo Released!

  1. Lightmaker

    Ich hab’s gestern mal angefangen. Wo da 5 Jahre Entwicklungszeit drinstecken sollen, ist unverständlich. Das wirkt, als wäre es in 3 Wochen zusammengeschustert worden.

    Die Idee des Settings klang spannend und ich fand sie zunächst wirklich interessant, allerdings ist es unglaublich langweilig umgesetzt. Die Storyline besteht aus langatmigem Gefasel von Worthülsen mit wenig Aussage , die Dialoge sind einfach nur fantasielos schlecht, und die fotografierten Hintergründe wirken lieblos und billig und passen abolut nicht zu den gezeichneten Figuren.

    Es gibt fast keine Interaktionsmöglichkeiten, man klickt sich gelangweilt durch die öden Hintergründe und Blabla-Texte, in der Hoffnung, das endlich mal was interessantes passiert, bevor man über der Tastatur einpennt.

    Ich glaube kaum, dass ich da noch viel Zeit mit vergeuden werde. Flop.

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  2. baboon

    Tut mir ja leid für dich. Aber ich habe den Eindruck, du kennst dich mit Visual Novels nicht aus und eigentlich ist dir schon das Grundprinzip zuwider. Deshalb muss ich hier mal statuieren, dass Katawa Shoujo eine durchaus überdurchschnittliche VN ist.
    Mir hat die Demo vor 3-4 Jahren sehr gefallen und jetzt freu ich mich darauf, das ganze Game zu zocken.
    Wer keine VNs mag, für den ist Katawa Shoujo auch nichts.
    Und Skeptiker, die sich von dem Spielegenre überzeugen lassen wollen, sollten besser Saya no Uta spielen. Mehr Action, mehr kranke Scheiße, mehr Ambient-Metal, mehr Blut und Gedärme.

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    1. Lightmaker

      Wenn mir das Grundprinzip zuwider wäre, hätte ich KS kaum angefangen. Im Gegenteil – ich bin in einer Zeit der Textadventures aufgewachsen – und nix anderes ist das, was man heute so schön weeaboolike “Visual Novel” nennt.

      Nur ist bei KS nix mit “Visual” und auch nix mit “Novel”. Sich über 20 Minuten dasselbe billige Standbild anzusehen, während Dialoge totaler Belanglosigkeit an einem vorüberziehen, ist weder was fürs Auge, noch was für die Phantasie. Aber wenn KS überdurchschnittlich sein soll, dann ist mir zumindest klar, wie schlecht der Rest sein muss.

      Und was soll der Scheiss mit “Mehr Action, mehr kranke Scheiße, mehr Ambient-Metal, mehr Blut und Gedärme”? Nur weil man das pseudotiefgründige Setting schnell als Klischeekitsch durchschaut, muss man billige Unterhaltung bevorzugen? Sind wir hier im Kindergarten?

      Aber da Du’s ansprichst: Die musikalische Untermalung ist auch überdurchschnittlich… schlecht. 08/15-Ambientmusik von der Stange – so was hört man sonst auf dem Shoppingkanal, wenn sie einem Dinkelkissen oder Massageöl verkaufen wollen.

      Okay, das Ding kostet nix, von daher war das zu erwarten. Ich kann mir allerdings auch kaum vorstellen, dass jemand Geld dafür ausgeben würde.

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      1. theedee

        Gibs ihm, gibs ihm, gibs ihm 🙂

        Ich gehöre zu der Gruppe der Leute die wirklich nichts mit diesem “Grundprinzip” anfangen können, also überlasse ich das flamen dir.

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        1. Lightmaker

          Das ist doch kein Flamen. Wenn ich flame, sieht das ganz anders aus. ^^

          Das ist schlicht mein Eindruck von dem Ding. Für 5 Jahre Entwicklungszeit ist das Ergebnis ziemlich enttäuschend, das ist alles. Zumal man schon mit relativ wenig Aufwand an diversen Details deutlich mehr daraus hätte machen können.

          Der Mangel an Interaktionsmöglichkeiten ist dabei noch die größte Schwäche. Und die paar Interaktionsmöglichkeiten die es gibt, gibt es an den unpassendsten Stellen und sie führen zu den idiotischsten Ergebnissen.

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          1. Skuldi

            Naja baboon hat durchaus recht !
            Das was du kritisierst ist in so ziemlich jeder Visual Novel so .
            Immer die gleichen Hintergründe mit den gleichen Charakteren die ihre 4 oder 5 Standard ausdrücke zum besten geben während man sich durch die Dialoge klickt und das teilweise über 50 Stunden lang ^^
            Was die Musik angeht ist Little Busters die einzige Novel bei der ich diese nicht nach der ersten Stunde stumm geschaltet hab : )

          2. Lightmaker

            @Skuldi:
            Wie gesagt, das Thema an sich fand ich schon sehr gut. Die Umsetzung ist imho sehr dürftig – zumal, wenn da 5 Jahre dran gearbeitet worden sein soll. Ich habe früher Textadventures gespielt, die in deutlich kürzerer Zeit entstanden sind und weitaus mehr Abwechslung, Inhalt und Interaktion geboten haben. Z.B. auch mal Interaktion, die den Spielablauf nicht wesentlich beeinflusst hat, aber einfach mal ein paar amüsante Ereignisse ausgelöst hat.

            Ein paar Gesichtsausdrücke oder Gesten mehr hätten ebenso wenig geschadet, wie ein bisschen mehr Details und Abwechslung in den Hintergründen. Wenn ein Künstler nach 5 Jahren Arbeit pro Figur gerade mal 3 Posen und Gesichtsausdrücke gezeichnet bekommt, ist das etwas dünn. Und das Charakterdesign ist nun auch nicht gerade umwerfend.

            Die Hintergründe über Photoshop dem Animestyle anzupassen, um das Ganze homogener wirken zu lassen, wäre auch kein großer Akt gewesen. Wie gut das funktioniert, sehen wir heutzutage in diversen Anime, wo so was bereits gemacht wird.

            Die Texte und Dialoge werden im Verlauf etwas besser, sind aber im Ganzen eher flach und klischeebeladen. Auch da hätte ein talentierter Schreiber mehr draus machen können, um den Figuren mehr Persönlichkeit zu geben.

            Alles in allem eben eher enttäuschend, nachdem so ein Wirbel darum gemacht wurde.

          3. Baphomet

            Ich für meinen Teil glaube, dass 4 von den 5 Jahren in die LOLVIDEOSEQUENZEN gesteckt wurden. Der Rest ist… unterwältigend. Es spricht nicht gerade für die Schreiber, dass die Nebencharaktere weitaus interessanter sind als die Hauptcharaktere und auch sonst hatte ich den Eindruck, dass da 5x dieselbe Geschichte erzählt wurde, nur aus verschiedenen Blickwinkeln. Das hin und wieder auch noch ziemlich chaotisch.

          4. Lightmaker

            Positiv aufgefallen ist allerdings, dass zu den Behinderungen scheinbar recht gut recherchiert wurde, was die Probleme der Protagonisten glaubwürdig erscheinen lässt.

  3. Kumiho

    Also ich werde mal versuchen es zu spielen und als vollkommen uneingenommen daran gehen (was ja eigentlich unmöglich ist).

    Hoffe nur das ich endlich mal eine Verbindung zum Tracker bekomme -_-

    PS: Die Meldung die mein Vorgänger gepostet hat ist wirklich schon etwas hart XD

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    1. WitchBladePL

      Da schliesse ich mich Lighto an. Der Anfang ist zäh aber mit der Zeit kommt ein gewisser Schwung rein, nicht überweltigend aber in Ordnung.

      Eigendlich, wie bei so vielen Novels, ist der einzige Haken das ich mir drei DIN A4 Seiten Gedankengänge durch lese um zu der Erkenntniss zu gelangen, zwei der Protagonistinnen können sich nicht ausstehen *brech und Skip*. Obwohl sie sich gerade vor meinen Augen anzicken.
      Naja, ich habe erst eine bis zum Ending gespielt, vieleicht überrascht mich ja ein anderer Arc.

      mfg

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      1. Lightmaker

        KS ist schon aufgrund der wenigen Interaktionsmöglichkeiten relativ einfach. Die einzige Arc, die wirklich ziemlich gut ist und viel Tiefgang hat, ist die Rin-Arc. Der Rest ist durchwachsen.

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  4. Shinji

    Aber Hallo! Gleich als erster Post ein Totalverriss?
    Ich persönlich halte Katawa Shoujo für eine richtig gute VN (=Visual Novel) die den Vergleich mit vielen kommerziellen Produkten nicht zu scheuen braucht.
    Und eine VN ist nun mal tatsächlich kein Textadventure, sonst würde sie auch so genannt werden.

    Zum Inhalt/ Story
    Eine tolle Grundidee mit unterschiedlichen, gut ausgearbeiteten Charakteren.
    Jedes der Mädchen hat sein eigene Art mit seiner Vorgeschichte und Behinderung umzugehen und der Protagonist muss auf jede anders reagieren. Und nicht immer lautet die richtige Antwort “gehe mit xyz”.
    Der Protagonist gehört zur üblichen Sorte der Langsamchecker, die aber auch für VNs und sogen. Harem-Anime typisch ist.
    Das tolle ist der Unterschied zwischen dem Protagonisten dessen “Behinderung” darin besteht dass er jederzeit sterben kann. Auf der anderen Seite den Charakteren welche in irgendeiner Art sichtbare und die Lebensqualität einschränkende körperliche Schäden haben, die jedoch nicht lebensbedrohlich sind.
    Ok, manche Dialoge sind lang geraten, aber von langatmigem Gefasel von Worthülsen mit wenig Aussage zu schreiben ist nicht richtig.
    Die Arcs sind nicht alle gleich gut. aber selbst der schlechteste kann gefallen wenn einem die dazugehörige Heroine gefällt (So ging es mir selbst ;-)).

    Zeichnungen Hitergründe:
    Die Charaktere sind Genretypisch und in guter Qualität gezeichnet.
    Auch die Auswahl der Hintergründe gefiel mir persönlich.

    Zur Interaktivität:
    Die ist nicht mehr oder weniger, nicht besser oder schlechter als bei andern VNs. Es gibt welche mit deutlich geradlinigerem Aufbau und natürlich auch mit komplexeren Floodcharts. Mir erscheint die Anzahl der Wege in einem angemessenen Verhältnis zur Story.

    Sound/ Musik:
    Hab ich, da keine gesprochene Sprache vorhanden ist, die meiste Zeit ausgeschaltet gehabt und nicht wahrgenommen. Das mach ich aber fast immer so. Daher auch keine Bewertung meinerseits.

    Zur Entwicklungsdauer:
    Laut dem Blog der Entwickler teilen sich die 5 Jahre wie folgt auf:
    1 Jahr Teamsuche und Aufgabenverteilung
    1 Jahr einarbeiten in die Engine (Renpy) und Vorbereitungen
    3 Jahre eigentliches Projekt und davon 2 Jahre effektive Arbeit nach Abzug der Leerlaufphasen. Aber noch immer ohne Berücksichtigung dessen das die Entwickler auch noch Schule, Studium, Beruf und Familie haben.
    Selbst professionelle Teams werden bei Vollzeitarbeit für solch ein Projekt wahrscheinlich mindestens 1 Jahr veranschlagen und dann sieht das Ganze schon etwas anders aus.
    In 3 Wochen ist so etwas auf keinen Fall zu schaffen wie von Lightmaker etwas herablassend behauptet.

    Mein Fazit:
    Es ist wie so oft Gescmackssache. Wer diese Art von VN mag und sich bewusst ist dass die Geschichten auf alle auf ein Ziel hin hinauslaufen und nach einem Schema aufgebaut sind, wird nicht enttäuscht werden.
    Die typischen Charaktere Tsundere, Lebhafte, Schüchterne, Nachdenkliche und die vornehme Schönheit sind vorhanden und handeln wie zu erwarten.
    Kleinere Überraschungen gibt es aber (Das ist positiv gemeint).
    Handwerklich ist das ganze gelungen und teilweise (wie zum Beispiel das wackelnde Bild beim Zusammenstoss mit einem der anderen Charaktere) sogar über dem Durchschnitt. Solide aber auch keine Offenbahrung.
    Die Sex-Szenen lassen sich ausschalten und zeigen nur “normalen” Sex, und keine ungewöhnlichen Praktiken. Fast schon ein bischen harmlos. Aber ich hätte auch komplett darauf verzichten können.
    Für mich nicht die Beste der von mir gesehenen VNs, aber eine der Besseren.
    Aber das ist, wie gesagt, Geschmackssache.

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