Handyverbot an japanischen Schulen

Nachrichtenberichten zufolge beabsichtigt das japanische Erziehungs- ministerium ein Handyverbot an allen Grund- und Mittelschulen des Landes.

Anstoß für das Verbot, das ab Ende Januar in Kraft treten könnte, gaben unter anderem immer häufiger auftretende Vorfälle von Internet-Mobbing und Prostitution minderjähriger Mädchen. Auch soll den Schülern die Möglichkeit genommen werden, Internetseiten mit pornografischen Inhalten zu besuchen. Laut einer Umfrage ist bereits jeder zehnte Grundschüler mit diesen Internetseiten über sein Handy in Kontakt gekommen. Erst im letzten Jahr hatte ein 18-jähriger Oberschüler Selbstmord begangen, weil Mitschüler ihm per SMS nachstellten und ihn erpressten.

Mit dem Handyverbot an Schulen sollen diese und ähnliche Vorfälle nun verhindert werden. Ob dieses Vorhaben durchsetzbar und erfolgreich sein wird, wird von Kritikern jedoch bezweifelt.

0 Gedanken zu „Handyverbot an japanischen Schulen

  1. neo9000

    Ich glaub kaum das man sich durch diese Nachricht ein Bild über die japanische Schulen machen kann; vergleicht man das mit unseren Vorfall in Erfurt erkennt man schnell das sobald jemand “extrem” zu Schaden kommt sofort ein riesiges Theater drum gemacht wird, bei denen ist es das Handy bei uns TV/PC Games…
    Das Mobbing auch an japanischen Schulen ein Problem ist ist eigentlich klar, da es auch nur Menschen sind, auch wenn sie der Nationalität angehören die uns mit Louise & Co. versorgen 😉

    Zwar halte ich das Handyverbot nicht nicht Sinvoll, jedoch sollten meiner Meinung nach lieber soziale Maßnahme ergriffen werden, wenn solche Maßnahme gute Resultate erbingen würden könnte das Handy sogar hilfreich sein, immerhin kann es auch sinnvoll innerhalb des sozialen Umfelds genutzt werden.

    Antworten
  2. Lightmaker

    Mobbing ist in Japan generell und an japanischen Schulen sogar noch erheblich schlimmer als bei uns – zumindest in den Auswirkungen.

    Wenn bei uns z.B. jemand bloßgestellt wird, ist das für den Betroffenen schon ziemlich unangenehm. Im Bezug auf die gesellschaftliche Struktur Japans, wo das persönliche Ansehen um so viel wichtiger ist als hier bei uns, ist ein “Gesichtsverlust” nicht nur unangenehm, sondern wird als katastrophal empfunden.

    In der Folge können die Konsequenzen also deutlich schlimmer sein und Gemobbte tun sich aus Scham deutlich schwerer, etwas dagegen zu unternehmen.

    Antworten

Kommentar verfassen