Anime der Woche

Anime Kurzbeschreibung:

Der hochintelligente Schüler Light Yagami ist von der Welt um ihn herum enttäuscht. Daher möchte er in die Fußstapfen seines Vaters treten und Polizist werden, um Verbrecher bestrafen zu können. Eines Tages findet Light ein schwarzes Notizbuch, das Death Note, das ursprünglich dem Todesgott Ryuk gehörte. Es enthält detaillierte Anweisungen, nach welchen Regeln man einen Menschen damit töten kann. So heißt es dort, dass der Mensch stirbt, dessen Namen man in dieses Notizbuch schreibt und dessen Gesicht man sich dabei vorstellt. Er erkennt die Möglichkeit, sein Ziel, eine perfekte Welt zu erschaffen, zu erreichen, indem er alle Verbrecher ausradiert und die Bürger durch die dadurch bewirkte Abschreckung von Verbrechen abhält. Ryuk, den nur der sehen kann, wer das Death Note berührt hat, schaut ihm dabei zu, da es ihm in der Welt der Shinigami langweilig wurde.

Allerdings muss Light die Regeln des Buches genauer erforschen. Die daraufhin einsetzenden häufigen Todesfälle unter Häftlingen bringen die Polizei und mit ihr L, einen mysteriösen Meisterdetektiv, auf seine Spur. So beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Light, dem im Internet und den Medien der Spitzname Kira – in Anlehnung an das englische Wort “Killer” – gegeben wurde, L sowie der japanischen und der internationalen Polizei. Während L versucht, die Identität und Tötungsmethode Kiras zu lüften, muss Light das Gesicht und den wahren Namen Ls herausfinden, um ihn in sein Death Note eintragen zu können.

L bemerkt, dass Kira Polizeiinformationen verwendet und lässt die Familien der japanischen Polizei der Kanto-Region von FBI Agenten ausspionieren. Als diese von Kira getötet werden, gerät Light durch das auffällige Verhaltens des für die Yagami-Familie zuständigen Agenten in Ls Visier. L beschließt, sich Light mit einer offensichtlich falschen Identität zu zeigen. Diesem gelingt es mit Ls ausdrücklicher Genehmigung, in die Ermittlungen der Polizei in Kiras Fall einbezogen zu werden. Als Misa Amane, einem Popsternchen, das sich seit Kiras Mord an den Mördern ihrer Eltern in ihn verliebt hat, ebenfalls ein Death Note in die Hände fällt, versucht sie mit eigenen Morden und Medienbotschaften Kira auf sich aufmerksam zu machen. Dabei stellt sie sich allerdings weit weniger geschickt an, als Light es gerne hätte, weshalb er beschließt sie unter seine Kontrolle zu bringen.

Weil Misa den Handel mit ihrem Shinigami eingegangen ist, besitzt sie nun die Augen eines Todesgottes und kann, mit deren Hilfe, die Namen, sowie die restliche Lebenszeit, aller Menschen sehen. Light will sich ihre Gabe zu nutzen machen und verlangt von ihr, dass sie Ls wahren Namen in Erfahrung bringen solle um ihn dann anschließend zu beseitigen. Doch L bemerkt das Auftauchen des Zweiten Kira, wie er Misa betitelt, und Light bleibt nichts anderes übrig, als Misa und sich selbst durch die Aufgabe der Death Notes die Erinnerung daran zu nehmen, um der endgültigen Entdeckung durch L zu entgehen.

L ist dank seiner bisherigen Ermittlungen im Stande, die Identitäten “Kira” und “Zweiter Kira” in Verbindung mit Light und Misa zu setzen aber ihm ist es letztendlich nicht möglich, diese auch zu beweisen. Einerseits sind es die weitergeführten Morde während ihrer Gefangenschaft, andererseits ändert sich das Verhalten der beiden Verdächtigen maßgeblich, was ihre Schuld wieder in Frage stellt. So vermutet L, beide hätten ihre Identität als Kira verloren, weil Kira vielleicht nicht der ausführende Mensch, sondern eine übernatürliche Macht sei, die einen menschlichen Wirt benötigt. Die neuen Morde verlaufen nicht mehr nach dem Muster des Gerechtigkeitswahns, sondern nach dem Muster des Geizes. So kann Light zwar weiterhin von L verdächtigt den neuen Kira verfolgen, bis er sein Death Note und somit seine Erinnerungen wiedeerlangt.

Nach der Festnahme des neuen Kira, erkennt L die Identität Kiras endlich, aber es ist für ihn zu spät. Denn Light bringt Misas Todesgott Rem dazu, Ls Namen in das Death Note einzutragen, da Rem, aus Liebe, Misas Festnahme unbedingt vermeiden möchte. Die Polizei steht also weiter vor dem Rätsel um Kiras Identität, während Light die Führung der Ermittlungen übernimmt. Nun setzen Ls zerstrittene Nachfolger, Near und Mello, die Ermittlungen getrennt fort und schon bald fällt Nears Verdacht wieder auf Light.

Charaktere:

Light Yagami: Geburtstag: 28. Februar 1986) ist der anfangs 17-jährige Protagonist. Er ist ein sehr mysteriöser Charakter mit hoher Intelligenz. Er handelt meistens wohlüberlegt und überstürzt nichts. Er hat das Talent, andere Menschen zu durchschauen. Völlig von der Richtigkeit seiner Idee von einer perfekten Welt überzeugt, tötet er anfangs nur Schwerverbrecher. Er wird aber durch Ls Ermittlungen immer häufiger dazu gebracht, auch andere Menschen zu töten, um seine Spuren zu verwischen und seine Identität zu verbergen. So geraten auch die japanische Polizei (inklusive seinem Vater, dem Einsatzleiter), sowie das FBI und andere Organisationen, die hinter ihm her sind, in sein Visier.

L: ist ein großes Genie und daher ein sehr bekannter Privatdetektiv, dessen Identität und Aussehen nicht bekannt sind, bis er sich in Kiras Fall der Polizei und Light zeigen muss. Davon überzeugt, dass Kira ein größenwahnsinniger Massenmörder ist, will er ihn um jeden Preis überführen. Er verdächtigt Light sehr schnell. Von der Existenz der Todesgötter weiß er aber nichts, bis ihn Misa Amanes unbedachte Äußerungen davon überzeugen. Letztendlich gelingt es ihm erst im Moment seines Todes, zu erkennen, dass Light Kira ist, kann dies jedoch der Polizei nicht mehr mitteilen. In dem Film “L change the World” wurde sein wahrer Name bekannt gegeben, er lautet Lawliet.

Misa Amane: ist ein Popsternchen, dem ebenfalls ein Death Note in die Hände fällt. Wegen eines Vorfalls in der Vergangenheit ist sie Kira sehr dankbar und beschließt, ihn zu unterstützen. Allerdings ist sie bei weitem nicht so intelligent wie Light oder L und bringt Kira dadurch in Schwierigkeiten. Da sie herausfindet, wer sich hinter Kira verbirgt, wird sie Lights Freundin und führt seine Befehle aus. Sie hat die Augen des Todesgottes im Tausch für die Hälfte ihres noch verbliebenen Lebens bekommen und kann die Namen der Menschen sehen.

Soichiro Yagami: Geburtstag: 12. Juli 1955) ist Lights Vater und leitet die Ermittlungen gegen Kira. Er möchte nicht glauben, dass sein Sohn Kira ist und tut bis zu seinem Tod alles, um diesen von dem Verdacht zu befreien. Um Mello zu stoppen greift er auf das Death Note zurück und geht den Handel für die Augen des Todesgottes ein. Er zögert jedoch zu lange, Mellos echten Namen in das Death Note einzutragen, und wird erschossen.

Ls Helfer stehen dem international unter verschiedenen Identitäten agierenden Detektiv im Fall Kira zur Seite. Watari (Quillsh Wammy) ist ein vermögender Erfinder, der als Verbindungsmann zwischen L und der Polizei fungiert. Wedy (Merrie Kenwood) ist eine Einbrecherin und Sicherheitsexpertin, Aiber (Tierry Morrello) ein Trickbetrüger und Verwandlungskünstler. Da sie Light als Mitwisser gefährlich werden könnten, werden alle drei zusammen mit L oder kurz danach beseitigt.

Near: (Richtiger englischer Name: Nate River) streitet sich im späteren Verlauf der Geschichte mit Mello um Ls Titel. Er arbeitet bei einer amerikanischen Spezialeinheit, der SPK, die Kira festnehmen will. Ihm gelingt es schließlich, Kira zu überführen.

Mello (Richtiger englischer Name: Mihael Keehl) will Near Ls Titel nicht überlassen. Er beginnt ein Spiel mit Light, da ihm eines der Death Notes in die Hände fällt. Im Gegensatz zu L und Near ist Mello sehr emotional. Seine impulsive Art macht ihn gefährlich und unvorhersehbar, wobei er sogar mit Verbrechern zusammenarbeitet. Letztendlich gibt er Near aber wichtige Hinweise, bevor er von Kira ermordet wird.

Teru Mikami: Wird von Light zum vierten Kira gemacht, nachdem der Druck der Ermittler zu groß wird. Er ähnelt Light sehr in seinen Idealen und Denkensweisen, was riskante Kontaktaufnahmen oft überflüssig macht. In Light sieht er nicht nur Gerechtigkeit, sondern Gott selbst, was seine uneingeschränkte Loyalität bewirkt. Auch Mikami ist den Handel für die Augen des Todesgottes eingegangen.

Ryuk: Ist ein Todesgott, der „aus Langeweile“ sein Death Note in die Menschenwelt fallen ließ, wo es schließlich von Light gefunden wird. An sich folgt Ryuk Light nur als neutraler Beobachter, tut ihm jedoch immer wieder kleinere Gefallen, um für weitere Spannung zu sorgen.

Rem: Ist Misas weiblicher Todesgott. Sie wird später durch einen Hinterhalt von Kira in den Tod getrieben.

Shidoh: Ist genau wie Ryuk ein Todesgott, welcher vergeblich sein eigenes Death Note sucht, das Ryuk gestohlen hat. Später arbeitet Shidoh mit Mello und seinen Leuten zusammen, da dieser sein Notizbuch hat.

Animation:

Die Optik von „Death Note“ ist mit Sicherheit als gelungen zu bezeichnen. Die Serie kann aufgrund ihrer Natur zwar nicht mit spektakulären Action-Szenen und dergleichen aufwarten, glänzt aber darin die dunkle Atmosphäre der Geschichte perfekt einzufangen. Die eingesetzten Farben beschränken sich zum Großteil auf triste Grau- und Schwarztöne die vor allem bei den Backgrounds zum Einsatz kommen und verleihen der Kulisse den gewissen sterilen, kalten Touch der das Ambiente unbehaglich und zuweilen auch gruselig daher kommen lässt. Perfekt für eine Serie des Mystery-Genres. Was ebenfalls bemerkenswert ist, ist wie die vielen Dialoge durch den kreativen Einsatz von plötzlichen Stillshots, dem umfärben des Hintergrunds in bedrohliche Farben, mit Nahaufnahmen der am Dialog teilnehmenden Personen oder geschickte Nutzung des Splitscreens, intensiviert werden. Die Anspannung wird damit ständig noch zusätzlich erhöht und isoliert die Figuren die einen Monolog oder Dialog führen gekonnt vom ganzen Drumherum damit die volle Konzentration des Zuschauers auf die jeweilige Szene gewährleistet ist. Besser kann man eine Serie dieser Art kaum in Szene setzen. Was das Charakterdesign angeht so bekommt man in „Death Note“ ausschließlich realistisch aussehende Figuren zu Gesicht (abgesehen von den Shinigamis natürlich, welche im übrigen ein sehr kreatives Design aufweisen) und der Stil passt sehr gut zu einem Anime dieser Gattung. Es wurde auch viel Wert auf Gesichtsausdrücke gelegt die den momentanen emotionalen Zustand der Charaktere perfekt wiedergeben. Besonders Lights diabolisches Grinsen oder Ryuuzakis stechend, kalter Blick sind Highlights in der Sparte. Negativ anzumerken wäre allein, das es einige Szenen gibt in denen die Figuren weniger aufwendig gezeichnet wurden, vor allem wenn sich die Kamera etwas weiter vom Geschehen entfernt. Das hält sich aber zum Glück in Grenzen. Ingesamt muss man zu den Animationen von „Death Note“ sagen das sie nach außen hin zwar nicht besonders spektakulär wirken aber sie tragen die Atmosphäre und die Spannung etlicher Szenen absolut vortrefflich und erfüllen damit genau das was eine Serie dieses Genres braucht.

Sound:

Was die Opening- und Ending-Songs angeht gefallen mir so ziemlich alle 4 Songs außerordentlich gut. Die ersten 2 Stücke sind noch verhältnismäßig „normal“ in ihrem Klang und passen der Serie sehr gut. Das mir die letzten 2 Songs so gut gefallen ist eigentlich ein Wunder, denn eigentlich kann ich dieser auf Rumgeschrei und Rumgehämmer basierende Musikrichtung die sich „Metal“ nennt, sonst nicht allzu viel abgewinnen. Bezüglich der Backgroundmusik liefert „Death Note“ so ziemlich genau das ab was eine dunkle, mysteriöse und schonungslose Mystery-Serie braucht und das sind Klänge die in der Lage sind den dramatischen und spannenden Szenen den zusätzlichen Kick zu geben und für Gänsehaut zu sorgen. Viele dieser Szenen werden von klassischer Musik und majestätisch klingenden Kirchenchören begleitet und diese passen nicht nur perfekt zum Thema des Animes, sondern unterstreichen das Geschehen in besonders intensiven Phasen nahezu ohne Makel. Manchmal kann einem ein richtiger Schauer über den Rücken laufen. Besonders wenn Light seine teuflische Seite zeigt und dabei ein ganzes Orchester ertönt, ist man vor Ehrfurcht förmlich erstarrt! Der Abwechslung halber werden stellenweise auch ein paar rockige Gitarrenklänge gespielt und das Piano kommt auch immer mal wieder zum Einsatz um die gesammelte Anspannung etwas zu lösen. Ebenfalls ein absolutes Highlight stellt das Voiceacting in dieser Kategorie dar. Die Synchronsprecher sind durch die Bank weg einsame Spitze und bringen die Persönlichkeiten der Charaktere und ihre Gemütszustände ohne Ausnahme vollkommen perfekt rüber. Je nach Situation klingen sie kalt, erbost, verzweifelt, nachdenklich oder völlig panisch und das stets absolut überzeugend. Vor allem Lights und Ryuuzakis Sprecher liefern eine herausragende Leistung ab! Der einzige kleine Schönheitsfehler ist meiner Meinung nach Misas Stimme, da sie mir eine Spur zu quiekend ausfällt und den Charakter obendrein noch dämlicher macht als er sowieso schon ist. Das schadet dem alles in allem sehr gelungenen Gesamteindruck den „Death Note“ in dieser Kategorie macht allerdings nicht im Geringsten.

Fazit:

Meiner Meinung nach muss JEDER Fan von anspruchsvollen Mystery-Thrillern „Death Note“ gesehen haben, soviel steht auf jeden Fall fest. In der Hinsicht ist dieser Anime so wertvoll wie eine Diamantenmine. Allerdings sieht das gänzlich anders aus wenn man „Death Note“ mindestens einmal gesehen hat, denn da die Serie von ihren unzähligen Twists und der Unwissenheit des Zuschauers lebt ist sie beim zweiten Watch nicht mal mehr annährend so spannend. Ich persönlich zumindest habe im Moment nicht mal im Ansatz Lust darauf mir „Death Note“ noch einmal komplett anzusehen. Hier ergeht es dem Anime genauso wie „Monster“ und vor dem ersten Rewatch müssten mal mindestens 2-3 Jahre vergehen. Das ändert aber nichts daran das „Death Note“ ein 10000000%iger Must-See ist! Anschauen ist knallharte Pflicht!

18 Gedanken zu „Anime der Woche

  1. Lightmaker

    Death Note ist brilliant, keine Frage. Zumindest bis Episode 25, wo die eigentliche Hauptstory endet. Der Rest bis Episode 37 ist Stuss, den kann man sich sparen.

    Du solltest bei Deinen Rezensionen allerdings nicht so extrem spoilern, Asca. Es mag ja den einen oder anderen da draußen geben, der DN tatsächlich noch nicht gesehen hat (unwahrscheinlich, aber immerhin möglich).

    Und wenn Du schon ein AMV dazupackst, dann musst Du natürlich DAS Death-Note-AMV schlechthin nehmen:

    http://de.youtube.com/watch?v=ZZz76etm-yM&eurl

    ^^

    Antworten
  2. ascardia

    Versuche mich, dass nächste mal kürzer zufassen 😀
    Und net soooo viel preiszugeben! Und nebenbei hab ich noch auf deinem Wunsch den Clip geändert. Hab wohl das eine oder andere AMV übersehen 😛

    Antworten
  3. ascardia

    Btw Light melde dich mal in IRC. Wenn du da bist. Wegen der AMV sites. Würde mich schon reizen ob du die eine oder andere kennst und mir empfehlen kannst 😉

    Antworten
  4. Commander

    Ich hab ihn ebenfalls nicht gesehen, allerdings mehr deswegen das ich bereits das Ende kenne und auch vieles aus der Story… (manchmal schadet das Informieren auch… Goggle schadet dem Anime Konsum…ääääh wo war ich? ach ja…) Was ich aber von dem Anime gelesen habe (und auch in AMV’s) sieht mehr als ansehnlich aus. Wenn ich nicht auf Animes mit Happy End stehen würde, ich glaube ich würde ihn mir obwohl ich schon so viel von der Story kenne anschauen…
    naja dieser Kommentar von mir ist jetzt nicht grade interressant oder gar witzig, aber ich wollte mich einfach auch mal wieder hier beteiligen… So tun als ob ich dazugehören würde. *g*
    Nunja noch viel Glück, Erfolg usw. und so fort blablabla…

    P.S. yeah ZnT 10 ist draußen… gleich ma schauen. Macht weiter so noushi!!!

    Antworten

Kommentar verfassen