Anime der Woche

Midori no Hibi

Anime Kurzbeschreibung:

Der 17 jährige Seiji Sawamura ist bekannt als der tollwütige Hund, er ist der größte Schläger der Schule. Seiji wird gefürchtet wegen seiner stärksten Waffe, seine rechte Hand, mit der er im Kampf sogar ganze Gangs platt macht. Da seine Eltern im Ausland Leben, wohnt er allein mit seiner Schwester zusammen, die aber nur sehr selten zu Hause ist. Seiji fühlt sich wohl deshalb sehr einsam und wünscht sich nichts sehnlicher als eine Freundin. Leichter gesagt als getan, Seiji ist nicht gerade sonderlich beliebt bei den Mädchen. Er kassiert ständig Körbe bei ihnen, weil die Damen ihn nur als groben Schläger kennen. Deprimiert liegt Seiji auf sein Bett, weil er wieder mal einen Korb bekommen hat und bittet lautstark nach einer Freundin, als er plötzlich ein Mädchenschrei hört. Seiji ist total verwirrt und läuft durchs Haus, um zu gucken wo der Schrei herkam, aber als er bemerkt dass die Stimme immer in seiner Nähe ist, stellt er entsetzt fest das seine rechte Hand zu einem Puppen großes Mädchen geworden ist. Dieses Mädchen ist keine andere als Midori, die schon seit vielen Jahren in Seiji verliebt ist. Doch bisher hat sie sich noch nicht getraut, Seiji ihre Liebe zu gestehen, weil sie ein sehr schüchternes Mädchen ist. Darum ist sie mehr als glücklich, seine rechte Hand zu sein, weil sie ihren Geliebten nun endlich nahe sein kann. Seiji und Midori müssen nun mit der neuen Situation klar kommen, und das Geheimnis bewahren, dass Midori, Seijis rechte Hand ist. Aber wo ist Midoris echter Körper? Und wie soll Seiji sich jetzt prügeln? Wo doch jetzt seine stärkste Waffe ein kleines Mädchen ist…

Story:

Ja, tatsächlich geht es um einen Jungen namens Seiji, dessen Hand plötzlich ein Mädchen namens Midori geworden ist. Zudem ist dieses Mädchen auch noch unsterblich in ihn verliebt. Seiji der nun nach unzähligen Male bei einem Mädchen abgeblitzt ist (was vor allem an seinem Ruf als Schläger liegt) scheint nun endlich jemanden gefunden zu haben, die ihn mag. Doch ist er eher an “normalen” Mädchen interessiert, als an eine “Rechte-Hand-Beziehung”. Eine verrückte, aber sehr gelungene Story voller Comedy, ein wenig Action und viel Romance. Auch der Schluss ist gut gelungen.

Musik:

Die Musik in MnH fand ich recht passend. Allerdings sollte man gleich vorweg sagen, dass auf diesem Gebiet nichts außergewöhnliches erwartete werden sollte, weder positiv, noch negativ…

Charaktere:

Die Charaktere in MnH sind alle recht gut gelungen. So finden sich eigentlich durchgehend sehr individuelle Figuren, die auch größtenteils eine charakterliche Entwicklung durchlaufen. Auch die Handlungen der Personen erscheinen durchgängig plausibel und nachvollziehbar. Interessant war auch die Darstellung der Motivationen der Personen, so zu handeln, wie sie es taten, die sich gerade dort auch ein Entwicklungprozess erkennen lässt. Die Verbindungen der Charaktere untereinander sind, wie für eine “Lovestory” Pflicht, ebenso gut, wie überraschend in Szenen gesetzt worden, sodass die Gefühle einen noch höhere Betonung erfahren. Diese werden im Verlauf ebenfalls immer besser dargestellt und immer wieder hinterfragt. In diesem Zusammenhang sollte man auch erwähnen, dass natürlich die “Liebe” die größte Rolle spielt, bzw. eigentlich die Suche nach sich selbst und seinen Gefühlen. So konnte man diesen “Selbstfindungsprozess” v.a. beim Hauptcharkater wirklich wunderbar beobachten und miterleben. Positiv war auch, dass die Figuren durchaus mit ihren Macken dargestellt wurden und somit authentisch wirkten.

Action:

Was die Action angeht, so liegt der Hauptaspekt ganz klar auf der “Alltags-Action”. So beobachtet man immer wieder, wie sich die beiden Protagonisten in den unterschiedlichsten Situationen schlagen und einander und sich selbst immer näher kommen.  Dabei erstreckt sich die Action auf durchaus variable Gebiete, so z.B. Schlägereien, Dates, Manga Convetions und andere “Krisengebiete”. Dies sorgt jedoch durchgehend für Unterhaltung.

Humor:

Auch der Humor kommt in MnH nicht zu kurz. So sorgt die doch recht prekäre Situation der Hauptfiguren immer wieder für witzige Momente und garantiert somit Lacher voraus. Auch sollte man erwähnen, dass die eine oder andere “anzügliche” Szene durchaus zu einem Schmunzeln führen könnte. Positiv ist auch, dass die Balance zwischen Humor und der restlichen Geschichte durchaus gut gelingt und somit die Handlung als solche auch ernste Momente ausschöpfen kann.

Zeichenstil:

Der Zeichenstil wirkte auf mich nicht so gut, wie bei den meisten Animes, die ich gesehen habe. Dennoch gab es auch hier viele wirklich witzige Zeichnungen, die ich bisher nur hier gesehen habe. Symphatisch gezeichnet, und detailreich.

Gesamt:

MnH hat mir wirklich gut gefallen. So fand ich hier den Spagat zwischen lustigen und ernsten Momenten wirklich gut gelungen und in den 13 Episoden passend verpackt. Auch überzeugten sowohl Handlung als auch Charaktere, was die Liebesgeschichte selbst dann auch geliengen ließ. Die immer wieder auftretenden Schlägereien empfand ich zwar als eher nebensächlich, jedoch auch weniger störend. Insgesamt kann ich MnH also durchaus guten Gewissens jedem weiterempfehlen, der auf der Suche nach einer etwas “anderen” Liebesgeschichte ist, und auch vor einem, im ersten Augenblick “befremdlichen Setting” keine Angst hat.

9 Gedanken zu „Anime der Woche

  1. Lony

    Ich wollt ihn mir schon vor Monaten anschauen, aber zwischendurch doch wieder vergessen gehabt. Heut hab ich es doch vollbracht ihn endlich zu laden. Werd ihn mir die Tage anschauen und freue mich schon drauf. =)

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  2. theedee

    Ja, der Anime gefällt mir ganz gut, aber der Manga ist nochmal wesentlich besser weil er einfach viel mehr Story bietet. Der Anime behandelt quasi nur den ersten Band mit Erweiterungen.

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  3. j0hnnyj0hnny

    Also ich kannte den Anime noch nicht. Aber die Idee ein Mädchen als rechte Hand zu haben find ich stark.
    Das er dabei Probleme hat ist ja normal, ich wär auch nicht glücklich, wenn ich eine Beziehung mit meiner rechten Hand hätte. (den Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen XD )

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  4. Lony

    xD Ja das kommt vielleicht etwas komisch rüber x) grad wenn er irgendwo steht und mit seiner rechten Hand redet 😀 sieht bestimmt urkomisch aus aber sieht sehr interessant aus der Anime.

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  5. Lightmaker

    Ich glaube, JJ meinte das etwas zweideutiger. ^^

    Ich persönlich vermute ja, dass der Storyschreiber sich welche von GPs Pillen eingeworfen hat oder gerade im akuten Notstand war wie Chriz, um überhaupt auf so eine Idee zu kommen … 😀

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  6. noushi

    Das liegt nur an einem:

    ICH WOLLTE KOMMEN DOCH PLÖTZLICH!

    Fehlt da etwa die Nippelszene von Rei in der deutschen DVD-Version vom NGE-Movie? *RAGE*

    Und warum nennen die Shinji-kun – SCHINCHIKIN?

    Das hinterlässt tiefe Verzweiflung bei mir!

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  7. j0hnnyj0hnny

    Er sagt doch tatsächlich, kurz bevor es passiert, dass er nicht mit einer Beziehung mit seiner Rechten Hand enden will. Ein Glück bin ich Atheist, wenn ich mir vorstelle das es einen Allmächtigen geben könnte der solche schlechten Scherze drauf hat >.<

    Mir hat aufjedenfall die erste Folge ganz gut gefallen. Ich bin eigentlich nicht so der Fan von Schuldramen, aber was will man machen. ^^

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