Anime der Woche

Full Metal Alchemist

Anime Kurzbeschreibung:

Die Alchemisten Edward Elric und sein jüngerer, durch den Umstand in einer Rüstung zu stecken, jedoch größerer Bruder Alphonse suchen nach dem Stein der Weisen und reisen dafür durch eine Welt, in der das Militär die oberste Ordnung darstellt. Das diese Art von Regierung, obwohl sie einen anderen Anschein erweckt, nicht wirklich gerecht handelt, sollen beide erst im Verlauf ihrer Reise, auf welcher dies ihre geringste Sorge sein wird, herausfinden.

Animation:

Verglichen mit anderen BONES Animes sind die Animationen eher unspektakulär ABER man sollte bedenken dass es sich bei Full Metal Alchemist um eine längere Serie handelt. Die Animationen sind in allen 52 Episoden konstant und es kommen KEINE recycelten Szenen vor. Die Action ist turbulent und dynamisch in Szene gesetzt, auch wenn ab und zu Standbilder und sich bewegende Still-Frames zum Einsatz kommen. Dafür gibt es einige tolle Effekte zu bestaunen wenn zB von Alchemie oder Ähnlichem gebrauch gemacht wird. Hintergründe und Charaktere sind ebenfalls sehr zufrieden stellend gestaltet auch wenn bei letzterem Details verloren gehen wenn die Kamera etwas weiter vom Geschehen entfernt ist. Wie auch immer: FMA bietet von allen 50+ Episoden-Serien, die ich bisher gesehen habe das höchste Niveau in dieser Kategorie.

Sound:

Der Soundtrack wiederum gehört zu den besten und abwechslungsreichsten OST’s der mir bekannten Anime. Für alle, die rockige bis traurigen Stücke favorisieren sollte hier etwas dabei sein. Die Openig Songs haben mir alle gut gefallen, hier geben bekannte japanische Bands wir L’arc~en~Ciel und die Asian Kung-Fu Generation rockige Stücke zu ihrem Besten. Bei den Endings schwächelt die Serie etwas, ist ja aber auch nur mein persönlicher Geschmack und auch hier habe ich meinen Favoriten gefunden.

Story:

Die Story von FMA kann man getrost als „hervorragend“ bezeichnen, sie ist nicht unbedingt linear, sondern teilt sich nach einer Weile in verschiedene Handlungstränge auf, die am Ende wieder zusammengeführt werden und so einen tollen Eindruck hinterlässt. Der rote Faden zieht sich gekonnt durch die ganze Story, auch wenn er manchmal nicht klar ersichtlich ist. Schon die ersten Folgen haben mich so fasziniert, dass ich nicht mehr aufhören konnte FMA zu gucken, müsste ich nicht essen/schlafen/usw hätte ich es wohl in einem Zug durchgeschaut. Die Story ist außerdem mal eine Auflockerung des 08/15 Shonen Genres. Eigentlich hätte ich nicht wirklich gedacht, dass Alchemie so interessant sein kann, auch dieses Gesetz der Alchemie „Um etwas zu erlangen, muss etwas geopfert werden“, um das sich die Serie dreht, finde ich sehr gut integriert. Dadurch bekommt es auch einen philosophischen Unterton und somit auch an Tiefe. Was das Ende angeht, so hat es mir durchaus gefallen, da es zum Anime einfach passt und da es außerdem noch einen Film gibt, der danach spielt und ein besseres Ende bietet. Insgesamt eine mehr als gelungen Story, die weder Durchhänger noch andere nennenswerte Schwächen hat, ganz klar eine der Stärken von FMA.

Charaktere:

Die Charaktere sind zweifelsohne die große Stärke der Serie. Zuerst realisiert man es gar nicht doch selbst die vermeintlich unwichtigsten Figuren spielen im späteren Verlauf der Handlung noch große Rollen und sorgen für eine Wendung nach der anderen. Außerdem gewinnen viele Charaktere einiges an Tiefe, allen voran die Hauptperson Edward Elric um die sich so ziemlich der gesamte Anime dreht. Das sorgt auch dafür das er derjenige ist der am stärksten in Erinnerung bleibt. Seine Ambitionen, seine Weltsicht, seine Hingabe und Emotionen beeindrucken und reißen den Zuschauer unweigerlich mit. Im Vergleich zu ihm sieht so manch anderer Charaktere ein wenig blass aus, sein kleiner Bruder Alphonse inbegriffen. Trotzdem können auch die vielen Nebenfiguren überzeugen: So gut wie jede bekommt ein gutes Stück Aufmerksamkeit geschenkt, manche machen mit der Zeit unerwartete Entwicklungen durch oder sorgen für Überraschungen, was die Interaktion mit so manch anderem Char angeht. Mir persönlich haben unter anderem die Homunkulus sehr gefallen: Sie gehören wohl zu den geheimnisvollsten Individuen die ich bisher in einem Anime kennen gelernt habe. Man kann gar nicht anders als sich selbst mit haufenweise Fragen zu überhäufen was sie angeht und das gilt sogar noch für ein paar gewisse andere Figuren. Alles in Allem bietet FMA einen sehr erinnerungswürdigen Cast mit vielen Sympathieträgern, coolen Bösewichtern und tragischen Helden. Was will man mehr?

Fazit:

Mir gefiel der Anime sehr gut und trotz ein paar unbedeutender Schwächen ist er ein Meisterwerk. Es hat mir jederzeit Spaß gemacht FMA anzusehen und es hat mich auch noch darüber hinaus beschäftigt, denn die philosophischen Aspekte verleihen dem Anime durchaus Tiefe. Außerdem werden einige Fragen aufgeworfen, zb kann eine Person „nur“ gut oder böse sein? Nebenbei zeigt es auch wie hart das Leben sein kann und dass man nichts bekommt ohne dafür etwas zu opfern. Ein Rewatch-Wert ist auf jeden Fall gegeben, denn erst beim zweiten Watch offenbaren sich Details, die man beim ersten Mal Ansehen leicht übersieht, darum werde ich mir die Serie auch ganz sicher auf DVD kaufen, denn ich werde mir die Serie sicher noch oft ansehen. Empfehlen kann ich FMA ohne Einschränkungen, auch wenn ich mir vorstellen kann dass er einigen Leuten nicht gefallen wird. Jemand der einen Fighting Shonen sehen will ist bei FMA völlig falsch, Action kommt nicht wirklich häufig vor, und jemand, der einen heiteren und lustigen Anime sehen will, wird wohl von der allgemein depressiven Stimmung verschreckt werden. Umgekehrt gilt das gleiche, auch während eher traurigen Szenen kommt schon mal der eine oder andere Sketch vor. Wen das nicht stört sollte sich FMA auf jeden Fall ansehen, denn einen besseren Mix aus Action, Drama und Comedy wird man so schnell nicht finden!

Mit freundlichen Grüß

Ascardia Noushisubs Staff

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